Wer muss an der Beratung teilnehmen?
Die Teilnahme ist für alle verpflichtend, die Pflegegeld beziehen und nicht von einem Pflegedienst versorgt werden. Dabei gelten folgende Fristen:
- Bei Pflegegrad 2 und 3 muss die Beratung zweimal im Jahr stattfinden
- Bei Pflegegrad 4 und 5 ist sie alle drei Monate erforderlich
- Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 sind nicht verpflichtet, können aber freiwillig teilnehmen
Wenn der Beratungseinsatz nicht durchgeführt wird, kann die Pflegekasse das Pflegegeld kürzen oder sogar ganz einstellen.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, erinnern wir unsere Kundinnen und Kunden rechtzeitig an anstehende Termine.
So läuft ein Pflegeberatungsbesuch bei uns ab
Schritt 1: Sie melden sich bei uns
Ein Anruf genügt oder Sie schreiben uns über das Kontaktformular. Wenn Sie möchten, rufen wir auch gerne zurück.
Schritt 2: Wir vereinbaren einen Termin
Unser Team meldet sich zeitnah und schlägt Ihnen einen Termin vor. Der Besuch findet immer in Ihrer häuslichen Umgebung statt, also dort, wo die Pflege auch wirklich stattfindet.
Schritt 3: Wir kommen zu Ihnen
Eine erfahrene Pflegefachkraft besucht Sie zu Hause. Sie bringt Zeit mit, hört zu und verschafft sich ein Bild von der aktuellen Situation. Gemeinsam besprechen wir, wie es Ihnen geht, welche Unterstützung es bereits gibt und ob vielleicht zusätzliche Leistungen infrage kommen. Auch Fragen zu Pflegehilfsmitteln, Entlastungsleistungen oder einer Höherstufung des Pflegegrads können hier besprochen werden.
Schritt 4: Wir dokumentieren den Besuch
Nach dem Gespräch dokumentieren wir den Beratungseinsatz und übermitteln die Bestätigung direkt an Ihre Pflegekasse. Sie selbst müssen sich um nichts weiter kümmern.
Schritt 5: Wir bleiben an Ihrer Seite
Wenn es soweit ist, melden wir uns bei Ihnen und erinnern an den nächsten Termin. So ist Ihre Versorgung langfristig gesichert.

Warum die Beratung sinnvoll ist
Viele Menschen nehmen Pflegegeld in Anspruch, ohne alle weiteren Leistungen der Pflegeversicherung zu kennen. Dabei gibt es oft Möglichkeiten zur zusätzlichen Unterstützung.
Die Pflegeberatung nach §37.3 ist eine gute Gelegenheit, die eigene Situation zu überdenken, neue Hilfen zu entdecken und Fragen loszuwerden.
Auch Angehörige, die die Pflege übernehmen, erhalten so wichtige Impulse und fühlen sich entlastet.
Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Begleitung. Um Sicherheit. Und darum, das Beste aus der häuslichen Pflegesituation zu machen.
Gut zu wissen
Unsere Pflegeberaterinnen und Pflegeberater sind erfahren und geschult. Sie arbeiten mit Herz und Verstand. Viele von ihnen haben selbst Angehörige gepflegt. Sie wissen, wie herausfordernd die Pflege zu Hause sein kann.
Wir verstehen Pflege nicht als Pflicht, sondern als Beziehung. Deshalb nehmen wir uns Zeit. Und deshalb ist es uns wichtig, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.
Wenn Sie möchten, begleiten wir Sie über viele Jahre. Ganz gleich, wie sich Ihre Pflegesituation entwickelt.

